Portrait Marsll

WARUM ICH MUSIK OHNE KI MACHE

Gedanken über Verantwortung und das Gefühl beim Machen.

Ich mache Musik ohne KI, weil mir im Prozess etwas wichtig ist, das sich nicht berechnen lässt.
Ein Gefühl, das entsteht, während man sucht. Während man zweifelt. Während man sich festläuft und wieder neu anfängt.

Musik ist für mich kein Ergebnis, sondern ein Weg.
Texte entstehen nicht, weil sie gebraucht werden, sondern weil sie sich zeigen.
Manchmal langsam. Manchmal widersprüchlich. Manchmal erst, wenn man aufhören wollte.

KI kann vieles. Aber sie erlebt nichts. Sie kennt keine Unsicherheit, kein Zögern, keine Stille zwischen zwei Entscheidungen.

Mir geht es nicht darum, Technik abzulehnen. Und auch nicht darum, anderen vorzuschreiben, wie sie arbeiten sollen. Jeder findet seinen eigenen Zugang.

Für mich gehört das Ringen dazu. Das Gefühl, nicht zu wissen, ob ein Satz trägt.
Ob ein Ton bleibt. Ob etwas ehrlich ist oder nur funktioniert.

Wenn man diesen Prozess abgibt, verändert sich etwas. Nicht sichtbar. Aber spürbar.

Marsll entsteht aus diesem Spüren heraus. Aus dem Bedürfnis, Verantwortung für das zu übernehmen, was gesagt wird. Und auch für das, was offen bleibt.

Ich möchte Musik machen, bei der ich weiß, woher sie kommt. Nicht, um besser zu sein. Sondern um bei mir zu bleiben.

Vielleicht ist das der einzige Grund. Und vielleicht reicht er.

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